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by Molaskes
220603 Fri 1528
Forum: 🔍 Tiefschürfendes Denken
Topic: Neurechte Fake-Opposition
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Re: Neurechte Fake-Opposition

Interessante Infos. Ich hatte die AfD ehrlich gesagt immer direkt im Zuge von Pegida und Co gesehen und sie vor ihrer Quasi-NPD-Nachfolgerwerdung gar nicht registriert.

Ich bin schon lange Nichtwähler, aus Überzeugung. Ich mache lieber aktiv Dinge, die wirklich auf das hinarbeiten, was ich will in Sachen Gesellschaft. Deswegen lerne, forsche und schreibe (in dieser Reihenfolge) ich seit über 20 Jahren mit sehr sehr viel Zeit- und Energieaufwand dazu, wie man die Gesellschaft unter allen gegebenen Umständen und aus dem Scheitern aller früherer Ansätze lernend doch verändern kann, bestmöglich und schnellstmöglich, was auch heißt, dass man keine Menschen verheizt (wie etwa Gandhi), sich selbst zur Zielscheibe macht (wie John F. Kennedy, John Lennon, Martin Luther King, Malcolm X, Rudi Dutschke, wieder Gandhi usw. usf.) oder sonst extreme Risiken oder Gefahren produziert oder in Kauf nimmt. Und natürlich muss man ALLE gesellschaftlichen Bereiche beachten und nicht nur mit Scheuklappenblick einen winzigen Mini-Ausschnitt wie etwa Marx und Konsorten, denn das kann nur schiefgehen. Gesellschaft ist hochkomplex und sie zu verändern braucht u.a. Psychologie, Linguistik, Soziologie, Ökonomie, Survival-Know-How, Security-Know-How, Managment-Know-How, Ethnologie, Ökologie, u.v.m. Deswegen ist das Buch (https://future-democracy.org/de) ja auch so umfangreich und wächst langsam weiter in Richtung 700 Seiten.

Aber zurück zu Fake-Oppositionen und speziell zur DieBasis bzw. zum Corona-Ausschuss:

> Meiner Wahrnehmung nach keine Kapitalismus-Kritik. keine NATO-Kritik, im Grunde ein einziges "Weiter So" nur ohne Corona-Diktatur und das reicht mir - jedenfalls auf Dauer - bei weitem nicht.

Absolut richtig! Und deren Ignoranz ist auch illusorisch. Da hat der Evil Overlord schon recht, wenn er meint, es gäbe kein Zurück mehr. Das gabs ja auch nach 9/11 nicht, und Corona war ein noch viel viel größerer Coup als 9/11! Die Frage ist nur, ob wir uns weiter vorantreiben lassen oder selbst das Ruder in die Hand nehmen, wo WIR hinfahren. Ohne Kritik an dem, was Corona ermöglicht hat, und das ist auch der Kapiralismus und seine Machtaggregation durch superreich werdende Leute und Zirkel, wird man weder Corona voll überwinden noch vor allem in Zukunft vor (möglicherweise nochmals weit schlimmeren) Wiederholungen schützen.

Nach dem 2. Weltkrieg gab es die Erkenntnis: "Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich wie die Wolke den Regen." Ich betrachte die Coronakrise als vollwertigen 3. Weltkrieg, der viel logischer als ein nuklearer Totalvernichtungskrieg aus der Geschichte folgt (1. Weltkrieg = Materialkrieg mit erstem großem Einsatz von Chemiewaffen, 2. Weltkrieg = Material- und Infokrieg mit erstem Einsatz von Atomwaffen, 3. Weltkrieg = totaler Infokrieg mit erstem wirklich weltweiten Einsatz von Biowaffen).
by Molaskes
220426 Tue 1819
Forum: 🔍 Tiefschürfendes Denken
Topic: Neurechte Fake-Opposition
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Re: Neurechte Fake-Opposition

Das ist immer schwer zu entscheiden und vielleicht muss man sich manchmal auch damit zufriedengeben zu erkennen, dass man wohl nie alles wirklich verstehen können wird. Ja, es ist möglich, dass alles unterwandert und gesteuert wird. Allerdings gibt es auch ganz einfach wirklich viele dumme Leute (nicht zwangsläufig von Hause aus, sondern gesellschaftlich so gemacht bzw. geworden) und soziopsychologische Selbstläufer-Phänomene. Zwar können auch solche Phänomene wiederum gezielt gesteuert werden, das muss aber nichtmal immer der Fall sein. Ich denke, am wahrscheinlichsten dürfte eine Mischung aus beidem sein: So einiges ist gesteuert, kalkuliert, geplant, vieles aber auch läuft einfach so vor sich hin, mal durchaus auch im Interesse der Herrschenden, mal aber auch dagegen.

Wichtig ist letztlich die Frage, was man mit solchen Überlegungen macht. Man könnte komplett paranoid werden und sich so in effektivster totaler Selbstzensur komplett deaktivieren, was sein politisch-gesellschaftliches Streben angeht, oder alle potenziellen Risiken dieser Art komplett ignorieren und damit wohl doch Gefahr laufen, irgendwo mal ins offene Messer zu laufen — oder man versucht eine irgendwie dynamisch immer wieder nachjustierte vernünftige Vorsichtshaltung mit Engagement, Courage, Offenheit und Zielstreben zu vereinbaren und sich eben darauf einstellen, dass man auch mal auf Schwierigkeiten stoßen könnte, sich aber auf diese einfach so gut es geht vorzubereiten und ansonsten nicht überängstlich alles zu vermeiden. Das Leben ist und bleibt Risiko, aber leben heißt vor allem auch: Immer wieder die aufkommenden Probleme lösen. Dazu sind wir gemacht bzw. dafür sind wir ganz gut ausgerüstet, vor allem wenn wir neben unserem eigentlich immer enorm leistungsfähigen Gehirn auch externe Tools (zB Bücher, Aufzeichnungen, Wissenschaft, Mathematik, Selbstmanagement usw.) nutzen und uns vor allem sozial vielfältig und breit vernetzen. Alles alles kann nicht unterwandert werden, also sollte man sich breit vernetzen und wird dann im Zweifelsfall noch immer Hilfen und Unterstützung haben oder bekommen, selbst wenn sich einige Teile ent-täuschenderweise als falsch herausstellen sollten. Das ist so meine pragmatische Position. Offenheit, Optimismus und Aktivität auf der einen Seite, Security, vernünftige Absicherung und Vorsicht auf der anderen Seite.

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